Der Begriff Mehlspeisen ist in österreichischen Kochbüchern seit dem 18. Jahrhundert belegt. Dazu zählten zunächst vor allem Schmarren, Strudel, Schmalzgebäck, Nocken und Nudeln. Da Knödel mit Obstfüllung früher aus Nudelteig zubereitet wurden, gehörten sie ebenfalls zu den Mehlspeisen. Weitere heute bekannte Mehlspeisen sind Buchteln und Palatschinken. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Bedeutung des Begriffs Mehlspeise in der Wiener Küche zu einem Synonym für den abschließenden Gang eines Menüs; seitdem wird er nur noch für süße Speisen verwendet.